
Quelle, "Deutsches Weininstitut, www.deutscheweine.de"
Gebiet:
Das weitest östlich gelegene Weinanbaugebiet beginnt an der Elbe bei Pillnitz, südlich von Dresden. Die Weinbauorte ziehen sich 50 km lang flussabwärts bis hin zum alten Weinbauort Seußlitz.
Historisches:
Urkundlich erwähnt wurde der sächsische Weinbau erstmals im Jahre 1161. Die Sächsische Weinbaugesellschaft wurde 1799 gegründet, die erste europäische Winzerschule im Jahr 1811. Im 16. Jahrhundert betrug die Rebfläche etwa 10.000 Hektar, heute sind es nur noch 320 Hektar.
Boden:
Die Böden im Sächsischen Weinanbaugebiet sind sehr vielfältig. Von Granitverwitterungen, starken Löss bis zu gneisartigen Verwitterungen auf den Hochebenen. In der Flussebene sind die Böden durch kalkarme Sande und Lehme geprägt.
Klima:
Das vorherrschende kontinentale Klima ist von kalten Wintern und heißen Sommern geprägt. Im Spätsommer herrschen optimale Entwicklungsbedingungen.
Sortenspektrum:
Folgende Rebsorten werden auf ca. 320 ha angebaut:
| Müller-Thurgau |
37%
|
| Weißburgunder |
15%
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| Riesling |
9%
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| Gewürztraminer |
15%
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| Grauburgunder (Ruländer) |
8%
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| Gutedel |
4%
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| Morio-Muskat |
3%
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| Kerner |
3%
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| Sonstige |
6%
|
Weincharakter:
Die Weißweine sind meist würzig-fruchtig. Der Riesling ist frisch, rassig und spritzig. Die Burgunder sind voll, aber zartblumig.
Bereiche:
Das Gebiet Sachsen ist in 3 Bereiche gegliedert:
Meißen, Dresden und Elstertal.
Spitzenlagen (Auswahl):
Meißner Kapitelberg, Radebeuler Lößnitz
Spitzenerzeuger (Auswahl):
Schloss Proschwitz, Vincenz Richter, Schloss Wackerbarth, Hof Lössnitz