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 Die hocharomatische Scheurebe macht sowohl süß als auch trocken ausgebaut reichlich Gaumenfreude. Sie mag eigentlich alle Bodentypen und gibt sich im Anbau recht unkompliziert. Eines kann sie aber gar nicht leiden: Lagen, in denen sie nicht genug Sonne und Wärme tanken kann. Nur vollreif geerntet präsentiert sie ihren ganzen Aromenreichtum, duftet nach schwarzen Johannisbeeren und Pfirsich und schmeckt nach Maracuja und Aprikose. Besonders in der Pfalz fühlt sie sich wohl.
 
Im Jahre 1916 züchtete Georg Scheu aus Riesling und einer Wildrebe die Scheurebe. Sie gehört zu den vielfach unterschätzten Bukettsorten, die lange Zeit ihr Dasein als süßes Schlückchen beim Damenkränzchen fristeten. Dabei kann sie viel mehr: Auch trocken ausgebaut bewahrt sie sich einen leicht süßen Touch, der so mancher Speise eine neue Dimension verleiht. Deutsche Weine passen oft gut zu asiatischer Küche – das gilt auch und gerade für die Scheurebe, namentlich, wenn es sich um eher sanfte, nicht zu scharfe Gerichte handelt. Wie bei diesem grünen Geflügel-Curry, einem der Klassiker der thailändischen Küche. Wenn Sie es lieber vegetarisch mögen, können Sie das Geflügelfleisch auch durch Tofu ersetzen. Kein sonderlich aufwändiges, aber schlicht leckeres Rezept!
 
 
Grünes Curry
 
für vier Personen
 
2 EL Öl
1 ½ EL grüne Currypaste (Asia-Laden)
1 grüne Chilischote, in feine Streifen geschnitten
250 ml Geflügelbrühe
1 Dose (400 ml) Kokosmilch
400 g Geflügelfleisch (z.B. Hähnchenbrustfilet), in mundgerechte Stücke geschnitten (wahlweise Tofu)
1 Dose Bambussprossen, abgegossen und in Stücke geschnitten
200 g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Zucker
 
Öl erhitzen, Currypaste und Chili kurz und vorsichtig darin andünsten (brennt rasch an!), mit Geflügelbrühe und Kokosmilch ablöschen. Wenn es im Topf zu brodeln beginnt, Geflügelfleisch und Bambussprossen zugeben. Hitze reduzieren und ca. 20 Minuten im geöffneten Topf köcheln lassen. TK-Erbsen hinzugeben, drei Minuten weiter köcheln. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und eventuell etwas Zucker abschmecken.
 
Dazu passt Basmati-Reis.